Briefmarken-Ratgeber
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Grüß Gott, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Guten Abend,
ja ich bin einer der stillen Leser ihrer Seite. Und ja, ich begrüße ihre Einstellung grundsätzlich.
Jedoch bezüglich der Qualitätsmerkmale Q1 habe ich so meine Probleme. Gerade das Beispiel ebay-Angebot Bund 150 zeigt die Schwächen. Die Marke würde keine Tiefstprüfung bekommen. Die Marke hat drei kürzere Zähne. Der Stempel hätte bei der Prüfung auf die Stellung des Prüfstempels wohl keinen Einfluss, da der Ort und das Datum erkennbar ist, aber wirklich Q1 ist er aus meiner Sicht auch nicht. Ich denke, auch sie würden so einen Stempel als Berlin-Stempel auf einer Berlinmarke nicht in Ihre Sammlung als Q1 aufnehmen, sondern bei der nächsten Gelegenheit austauschen. Es wird wohl wieder Q1, Q1mit * und Q1 mit 2-3 Sternen geben. Die Definition müsste glasklar sein, sonst verwässert wieder alles.
Ich hatte schon einmal geschrieben bezüglich gestempelter Marken mit Gummi. Gerade Berlin-Marken mit Originalgummi und Versandstellenstempel aus den Jahren bis ca. 1960 erzielen horrende Preise bei ebay. Danach wird es langsam Massenware, ab der Stempelung Berlin 12, so meine Erfahrung. Welcher Q1-Kategorie würde das entsprechen?
Ich selbst sammle Briefe in Berlin-Verwendung, da ist die Spannung noch hoch, aber auch hier macht sich der Sammlerschwund bemerkbar.
Von mir aus kann es auch eine Q1, Q1* und Q1-Luxus geben, aber es sollte klar sein. Eine Q1-Marke wird immer tiefst geprüft sein müssen, aber es geht halt noch besser. Ob das des Sammlers Lösung ist weis ich nicht, aber Spaß macht es trotzdem.
Ich bleibe auch weiterhin Leser ihrer Seite, und werde mich ggf. öfter mal melden.
Gruß, ein Sammler aus Franken

Probleme. Gerade das Beispiel ebay-Angebot Bund 150 zeigt die Schwächen. Die Marke würde keine Tiefstprüfung bekommen. Die Marke hat drei kürzere Zähne. Der Stempel hätte bei der Prüfung auf die Stellung des Prüfstempels wohl keinen Einfluss, da der Ort und das Datum erkennbar ist, aber wirklich Q1 ist er aus meiner Sicht auch nicht. Ich denke, auch sie würden so einen Stempel als Berlin-Stempel auf einer Berlinmarke nicht in Ihre Sammlung als Q1 aufnehmen, sondern bei der nächsten Gelegenheit austauschen. Es wird wohl wieder Q1, Q1mit * und Q1 mit 2-3 Sternen geben. Die Definition müsste glasklar sein, sonst verwässert wieder alles. Ich hatte schon einmal geschrieben bezüglich gestempelter Marken mit Gummi. Gerade Berlin-Marken mit Originalgummi und Versandstellenstempel aus den Jahren bis ca. 1960 erzielen horrende Preise bei ebay. Danach wird es langsam Massenware, ab der Stempelung Berlin 12, so meine Erfahrung. Welcher Q1-Kategorie würde das entsprechen? Ich selbst sammle Briefe in Berlin-Verwendung, da ist die Spannung noch hoch, aber auch hier macht sich der Sammlerschwund bemerkbar. Von mir aus kann es auch eine Q1, Q1* und Q1-Luxus geben, aber es sollte klar sein. Eine Q1-Marke wird immer tiefst geprüft sein müssen, aber es geht halt noch besser. Ob das des Sammlers Lösung ist weis ich nicht, aber Spaß macht es trotzdem. Ich bleibe auch weiterhin Leser ihrer Seite, und werde mich ggf. öfter mal melden. Gruß, ein Sammler aus Franken
Antwort:
Ich wollte die neuen, gestern eingestellten und allen zugänglichen Stichworte "eBay-Angebote" und "Privat-Angebote" trotz extremen Zeitmangels "durchziehen" und wählte ein willkürliches Angebot (ich habe momentan bei eBay nichts Gescheites eingestellt), das, das sehen Sie absolut richtig, nicht im geringsten unseren Ansprüchen gerecht wird, nach den Q1-Grundsätzen gar nicht sammelwürdig ist. Dafür bitte ich um Entschuldigung. Ich werde versuchen, diesen Platzhalter durch ein würdiges, eventuell "fremdes" Angebot zu ersetzen.

Bezüglich der Klassifizierung habe ich nach Diskussionen in meinen News für die physische Unversehrtheit einer Briefmarke die Ansicht vertreten, und werde das auch von meiner Seite so handhaben, den Begriff "Fehlerfrei" zu verwenden (den Begriff "Fehlerfrei" werde ich wohl heute? als neues Stichwort in mein "briefmarken-handbuch.de" aufnehmen. Q1 beschreibt dann darüber hinaus einen über den "Original-EZM-Postfrisch-Zustand" hinausgehenden Zustand, also z.B. Bogenränder in ihren vielfältigen Variationen, vor allem aber auch eine klar les- und somit prüfbare, zeitgerechte Abstempelung aus dem Bedarf.

Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.