Briefmarken-Ratgeber
NEU
Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Guten Tag Herr Köpfer,
der Eintrag im Club muss noch warten, da das \"Ausmisten\" erst eine grobe Übersicht erbringen muss, welche sammelwürdigen Marken überwiegen und welche
Spezialisierung sich daraus ergeben könnte. Grundsätzlich wird die Sammlung Berlin gestempelt angestrebt. In diesem Sinne bin ich also wieder ein Anfänger.

Zur Frage: Ich habe noch immer nicht verstanden, warum der Rollenanfang gegenüber den anderen Rollennummern bevorzugt wird. Bei größeren Rollen gibt es eine vierstellige Nummer. Durchgehend, oder? Beim RE gibt es die Leerfelder. Das macht Sinn.

Zur Rubrik Fragen und Antworten: Es wird bei zu erwartender zunehmender Beteiligung unübersichtlich. Gelingt es technisch, für den Club eine entsprechende Vorsortierung zu schaffen?
Freundliche Grüße
Frank

Spezialisierung sich daraus ergeben könnte. Grundsätzlich wird die Sammlung Berlin gestempelt angestrebt. In diesem Sinne bin ich also wieder ein Anfänger. Zur Frage: Ich habe noch immer nicht verstanden, warum der Rollenanfang gegenüber den anderen Rollennummern bevorzugt wird. Bei größeren Rollen gibt es eine vierstellige Nummer. Durchgehend, oder? Beim RE gibt es die Leerfelder. Das macht Sinn. Zur Rubrik Fragen und Antworten: Es wird bei zu erwartender zunehmender Beteiligung unübersichtlich. Gelingt es technisch, für den Club eine entsprechende Vorsortierung zu schaffen? Freundliche Grüße Frank
Antwort:
Hallo Frank,

ich versuche immer dann, wenn neue detaillierte Fragen gestellt werden, diese (auch) im „Briefmarken-Handbuch“ zu beantworten. Bezüglich der Rollenmarken habe ich dort unter diesem Begriff, aber auch unter „Rollenanfänge“ und „Rollenenden“ Abhandlungen eingestellt, die manche Frage beantworten.

Ich denke, daß diese Art der Fragenbehandlung eine gewisse „Ordnung“ oder „Sortierung“ bringt. Ansonsten muß ich händel- und finanzierbare Lösungen gegenüber aufwändigen „Ideallösungen“ vorziehen – Zeit und Geld ist (auch bei mir) endlich.

Sie fragen, warum Rollenanfänge bevorzugt gesammelt werden. Das liegt einmal an deren exponierter Lage – und der Entscheidung der überwiegenden Sammler („wir sind das Volk!“), wenn möglich genau diese Rollenanfänge (und natürlich die Rollenenden) zu sammeln. Das schmälert zwar die Bedeutung der „übrigen“ Nummern, sammelnswert bleiben Sie trotzdem – zumal man kaum eine Chance hat ältere Rollenanfänge oder –enden in nennenswertem Umfang zu finden.

Da es zwischenzeitlich keine Leerfelder mehr an den Rollenenden gibt, hat der Michel Rollenmarken Spezial-Katalog, den sollte der, der sich für dieses wunderbare Sammelgebiet interessiert, absolut besitzen, auch seine Katalogisierung geändert. Dort wird nun nach ein-, zwei, drei, vier- oder fünfstelliger Nummer bewertet. Hier wird z.B. klar sichtbar, daß es nur eine einzige einstellige Nummer je Rolle gibt – und nur ein Rollenende.
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.