Briefmarken-Ratgeber
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Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Hallo, unter dem Reiter Ratgeber, Rubrik "Das Zubehör" erwähnen Sie die Prüflampe. Können Sie bitte erläutern, was Sie genau unter einer Prüflampe verstehen und auf was ich aus Ihrer Sicht als Käufer achten sollte? Oder wurde diese Frage schon einmal gestellt und beantwortet? Vielen Dank.

P.S.: Ich habe zwar noch nicht alle Beiträge gelesen - nehmen Sie's etwas mehr mit Humor - aber eine profitierende Anspruchsgruppe haben Sie vergessen! Die Prüfer von BPP und VPP. Preis-Berechnung nicht nach Aufwand, sondern nach fantasievoll gestaltetem Katalog-"Wert". Wenn ich bei Christian Geigle eine Baden 46 II postfrisch prüfen lassen möchte, kommt der "Fantasiepreis" von Euro 650 (Michel Spezial 2013 Bd. 2 S. 814) zur Anwendung, nicht der reale Handelswert. Aber "Grosshändler" erhalten Rabatte, können auch preiswerte Ware von wenigen Cent zu Hunderten "abstempeln" lassen und dann teuer verkaufen. Beispiel: Prophilia und die postfrisch und geprüften Germania-Marken Saargebiet für Euro 1,49 beim Karstadt. Markenqualität ist einwandfrei ... aber muss eine solche Marke geprüft werden?

aus Ihrer Sicht als Käufer achten sollte? Oder wurde diese Frage schon einmal gestellt und beantwortet? Vielen Dank. P.S.: Ich habe zwar noch nicht alle Beiträge gelesen - nehmen Sie's etwas mehr mit Humor - aber eine profitierende Anspruchsgruppe haben Sie vergessen! Die Prüfer von BPP und VPP. Preis-Berechnung nicht nach Aufwand, sondern nach fantasievoll gestaltetem Katalog-"Wert". Wenn ich bei Christian Geigle eine Baden 46 II postfrisch prüfen lassen möchte, kommt der "Fantasiepreis" von Euro 650 (Michel Spezial 2013 Bd. 2 S. 814) zur Anwendung, nicht der reale Handelswert. Aber "Grosshändler" erhalten Rabatte, können auch preiswerte Ware von wenigen Cent zu Hunderten "abstempeln" lassen und dann teuer verkaufen. Beispiel: Prophilia und die postfrisch und geprüften Germania-Marken Saargebiet für Euro 1,49 beim Karstadt. Markenqualität ist einwandfrei ... aber muss eine solche Marke geprüft werden?
Antwort:
Unter dem Licht einer solchen Lampe leuchten die in der Herstellung mit unterschiedlichen Substanzen behandelten Papiere / Briefmarken in verschiedenen Farben und können so erst richtig zugeordnet werden. Zu achten ist beim Kauf 1., daß sie im Internet preisgünstiger sind und zweitens darauf, daß sie UV-Licht und auch eine UVC-Röhre aufweisen um alle derzeitigen Substanzen zu erkennen.

Zu Ihren Anmerkungen: Humor ist ein wesentlicher, vor allem positiver Bestandteil meines Lebens. Die Briefmarkenlobby betreffend neige ich jedoch mehr zur schlichten, schnörkellosen, bloßstellenden Wahrheit, da begegnet mir auch wenig Lustiges. Zu den Prüfern ist zu sagen, daß die sich nahtlos in die Reihen dieser Briefmarkenlobby einreihen. Dieses Konklomerat aus Unanständigkeit ist bis ins kleinste Detail gegen uns Sammler ausgerichtet. Wir Sammler können uns dem entziehen und trotzdem, nein, deswegen, mit Spaß und Erfolg Briefmarken sammeln. Dazu ist es jedoch notwendig, daß wir unsere Art zu sammeln ändern, uns auf Sammelwürdiges beschränken und uns den hirnrissigen Katalogpreisen dadurch entziehen, daß wir über Internetauktionen (keine "Sofort-kaufen-Angebote"), die wir ja auch selbst gestalten können, kaufen, verkaufen und tauschen. Viele "organisierte" Sammler sollten sich auch die Frage stellen, zu was die Verbände, die sogar von der angeblichen Gegenseite, den großen Versandhändlern, gesponsert werden, außer zur Ergebung von Beiträgen, sonst noch gut sind. Selbstverherrlichend arbeiten sie gegen uns Sammler und fühlen sich für die Zukunft der Philatelie, für die Vereine in keiner Weise verantwortlich. Ich denke, ich habe gerade ein Lächeln im Gesicht, das aber mit Humor wohl wenig zu tun hat.

Und nochmals zu den Prüfern: In der Philatelie wird auf "Teufel-komm-raus" manipuliert und gerade deswegen sind die Prüfer ein buchstäblich notwendiges, unabwendbares Übel. Wer auf Prüfungen verzichtet, wird irgendwann furchtbaren Erkenntnissen ausgesetzt sein.
Wobei ich Ihnen Recht gebe, wenn Sie anzweifeln ob eine € 1,49 Marke geprüft sein muß. Andererseits werden Briefmarken mit solchen Katalogpreisen in allerbester zentrisch gestempelter Qualität oft mit dem Vielfachen dieser Preise gehandelt - weltweit.
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.