Briefmarken-Ratgeber
NEU
Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Hallo Herr Köpfer, hallo Herr Luis, hallo Herr Kleemann, die Diskussion, die hier gerade im Gange, finde ich sehr gut. Sie zeigt doch, wie vielfältig und interessant das Sammeln von Briefmarken sein kann, und dass es da die unterschiedlichen Vorlieben gibt.
Bei KBWZ und Marken mit Andreaskreuz bin ich etwas zwiegespalten: eigentlich sind diese Marken selten und haben damit einen Wert, wie ich gerade an den Ergebnissen der Auktionen von antiquariatapel fest gestellt habe. Andererseits sehe ich aber auch, dass es dabei um etwas geht, was nur für Sammler hergestellt wurde und bei den Andreaskreuzen aus dubiosen Quellen kommen muss. Ich persönlich werde diese Marken nicht sammeln, da mir der finanzielle Aufwand dafür auch zu hoch ist, aber ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn sich jemand trotzdem dafür begeistert. Es gibt eben viele interessante Spezialitäten zu entdecken.
Gruß Joachim Brisch

von Briefmarken sein kann, und dass es da die unterschiedlichen Vorlieben gibt. Bei KBWZ und Marken mit Andreaskreuz bin ich etwas zwiegespalten: eigentlich sind diese Marken selten und haben damit einen Wert, wie ich gerade an den Ergebnissen der Auktionen von antiquariatapel fest gestellt habe. Andererseits sehe ich aber auch, dass es dabei um etwas geht, was nur für Sammler hergestellt wurde und bei den Andreaskreuzen aus dubiosen Quellen kommen muss. Ich persönlich werde diese Marken nicht sammeln, da mir der finanzielle Aufwand dafür auch zu hoch ist, aber ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn sich jemand trotzdem dafür begeistert. Es gibt eben viele interessante Spezialitäten zu entdecken. Gruß Joachim Brisch
Antwort:
Aus den Beiträgen ist die Problematik gut erkennbar. Sie spiegelt wider, daß es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern auch Zwischentöne. Ausgangspunkt sind Regeln, die wir, hier grob wiedergegeben, zum Schutz unseres Hobbys in der Abgrenzung „erste Qualität“ und „postalisch, zur Erfüllung deren Aufgaben“ und außerhalb dessen „speziell für Sammler hergestellt“ gezogen haben.

Ich denke, daß diese Abgrenzung, die „sammelwürdig“ kontra „nicht sammelwürdig“ beinhaltet, sinnvoll ist und außer Frage steht.

Das wäre „schwarz“ oder „weiß“ – was Sammeln, gleich welcher Couleur, jedoch nicht gerecht würde.

Wenn wir uns das Sammeln von KBWZ ansehen, stellen wir fest, daß es unsere Regeln nicht erfüllt. Andererseits hat Herr Luis festgestellt, womit er recht hat, daß diese Marken nicht massenhaft hergestellt wurden, um Umsatz zu generieren, sondern ausschließlich auf Wunsch von Sammlern. Es ist wahrscheinlich, daß die Anzahl dieser KBWZ überschaubar und den Besitzerwunsch einer größeren Zahl von Interessenten kaum erfüllen könnte – was sich auch in aktuellen Geboten widerspiegelt.

Eine Überlegung könnte nun die sein, ob man hierfür, auch um eventuell weitere solcher „Randgebiete des Briefmarkensammelns“ zu „integrieren“, eine eigene Klassifizierung schafft, wobei ich mir neben „sammelwürdig“ und „nicht sammelwürdig, zwischendrin, als zweite Stufe, „sammelfähig“ vorstellen könnte. Dies soll dann keine Bewertung sein, denn das würde die Freiheit des Sammelns angreifen, sondern einfach Teil von Regeln, die es den Sammlern möglich macht, eine Einstufung vorzunehmen.

Das könnte im vorliegenden Fall jedoch nur die KBWZ betreffen, auf keinen Fall aber die im gleichen Atemzug genannten Andreas-Kreuze. Hier handelt es sich nicht mehr um Briefmarken, sondern um Druckabfall, der zur Vernichtung mit einem Kreuz versehen, illegal in einen ebensolchen Handel gelangte. Hier erinnere ich an den Einwurf von Frank, der Kauf und Verkauf wohl richtigerweise als Hehlerei deklarierte.
Grüße aus Freiburg
Günther
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.