Briefmarken-Ratgeber
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Guten Tag, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Frage:
Guten Tag Herr Köpfer,

nachdem jetzt die Einspielung der Daten über PDF einwandfrei und ohne Risikohinweis vom Schutzprogramm funktioniert hat, habe ich mich gleich zum Lesen an den Rechner gesetzt.

Beim Lesen Ihrer Texte habe ich mich sofort an meine eigene "Sammlerbiographie" erinnert gefühlt. Auch ich habe über viele Jahre den Aussagen der Anbieter gehorcht und einiges an Geld verschleudert.

Vor ca. 10 Jahren kam auch bei mir die Erkenntnis, dass das Sammeln auch ohne Abo und ohne Vordruckalben geht. Darüber hinaus waren meine Sammelgebiete zu umfangreich, was ja auch dazu führte, dass der Überblick verloren gegangen war und letztendlich die Tiefe und Qualität auf der Strecke blieben. Kurzum: Ich habe mich von diesem Ballast getrennt. Gesammelt wird wieder im Steckbuch, ein Abo brauche ich nicht mehr und jetzt wird nur noch ein Spezialgebiet mit bester Qualität zusammengetragen. Alles was überflüssig war wurde im Internet verkauft (mit viel Verlust) bzw. an die Bethel-Sammelstelle verschenkt. Ja, und jetzt macht mir das Sammeln wieder Spaß.

Sicherlich war dieser damalige Entschluss auch mit Schmerzen verbunden. Alles was man mit gutem Geld erworben hat, wird verschleudert und verschenkt. Aber ich bin darüber hinweg und Ihre Zeilen haben mein Tun bestätigt.

Sehr geehrter Herr Köpfer, Sie haben eine sehr gute Arbeit erstellt. Respekt! Allerdings hat Ihr Buch doch einen Fehler, es ist viele, viele Jahre zu spät erschienen. Ich hätte es gerne schon früher gelesen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit besten Grüßen.
Harald

zum Lesen an den Rechner gesetzt. Beim Lesen Ihrer Texte habe ich mich sofort an meine eigene "Sammlerbiographie" erinnert gefühlt. Auch ich habe über viele Jahre den Aussagen der Anbieter gehorcht und einiges an Geld verschleudert. Vor ca. 10 Jahren kam auch bei mir die Erkenntnis, dass das Sammeln auch ohne Abo und ohne Vordruckalben geht. Darüber hinaus waren meine Sammelgebiete zu umfangreich, was ja auch dazu führte, dass der Überblick verloren gegangen war und letztendlich die Tiefe und Qualität auf der Strecke blieben. Kurzum: Ich habe mich von diesem Ballast getrennt. Gesammelt wird wieder im Steckbuch, ein Abo brauche ich nicht mehr und jetzt wird nur noch ein Spezialgebiet mit bester Qualität zusammengetragen. Alles was überflüssig war wurde im Internet verkauft (mit viel Verlust) bzw. an die Bethel-Sammelstelle verschenkt. Ja, und jetzt macht mir das Sammeln wieder Spaß. Sicherlich war dieser damalige Entschluss auch mit Schmerzen verbunden. Alles was man mit gutem Geld erworben hat, wird verschleudert und verschenkt. Aber ich bin darüber hinweg und Ihre Zeilen haben mein Tun bestätigt. Sehr geehrter Herr Köpfer, Sie haben eine sehr gute Arbeit erstellt. Respekt! Allerdings hat Ihr Buch doch einen Fehler, es ist viele, viele Jahre zu spät erschienen. Ich hätte es gerne schon früher gelesen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit besten Grüßen. Harald
Antwort:
Erkenntnisse zu haben und sie anderen mitteilen zu wollen oder zu können sind zweierlei Dinge. Maßlos geärgert habe ich mich schon vor über 30 Jahren - und versucht mit Leserbriefen (Eintagsfliegen - heute auch in "Foren"), wenn Sie denn veröffentlicht wurden, an die einschlägigen Medien, etwas zu erreichen. Es hat gedauert, bis ich deren "pro Briefmarkenlobby" und gegen die Käufer ihres Machwerks ausgerichtete Politik erkannt habe. Neben dem Wollen ist es aber auch, zumal wenn man selbst nicht in der Lage ist, so umfangreiche Informationen ins Internet zu stellen, eine Frage des Geldbeutels. Und in der "althergebrachten" Philatelie, der den Sammler über den Tisch ziehen wollenden Briefmarkenlobby, ist es jedenfalls so, daß man kritikfrei aufwändigste Verpackung für teueren, aber wertlosen Schrott mit allerlei Täuschungen und Betrügereien aus Unwissenheit akzeptiert - Kritik daran und damit am eigenen wert- und spaßvernichtenden Handeln jedoch vehement abwehrt. Es macht mir Spaß, zu beobachten, daß doch eine breite selbstkritische Schicht von Briefmarkensammlern die eigenen Fehler als gemacht und veränderbar ansieht und dem Briefmarkensammeln damit wieder eine Zukunft gibt - und sich selbst puren Spaß mit unserem wunderbaren Hobby.
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.