Briefmarken-Ratgeber
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Guten Tag, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Frage:
Vielen Ihrer Thesen zur Philatelie stimme ich zu - auch bezüglich dem besonderen Reiz, gestempelt zu sammeln, da dabei jede Marke quasi ein Unikat ist. Den Scan eines besonderen Berlin-Unikats habe ich angehängt.

Einen Aspekt der Philatelie möchte ich noch besonders gewürdigt wissen: Briefmarken SAMMELN ist ein Hobby, eine Leidenschaft, die einen hohen Eigenwert hat. Philatelie a priori als Instrument zur Wertanlage zu sehen, geht deshalb in die Irre. Es gibt viele hochgeschätzte und teure Hobbies, die a priori keine Wertanlage darstellen, z.B. Reiten, Golf, Kugelschreiber Sammeln. Gleiches sollte
man auch der Philatelie zubilligen. Es geht um dem Spaß und die Erfolgserlebnisse, die man bei einem Hobby hat. Wenn Investitionen in ein Hobby "nebenbei" noch etwas nachhaltig sind, was bei der Philatelie der Fall sein kann, so ist das ein schöner Nebeneffekt, aber - zumindest für mich - nicht die Hauptsache. So befasse ich mich z.B. sehr intensiv mit Stempelauswertungen auf Dauermarken - sehr nwahrscheinlich, dass diese Auswertungen einmal ein Auktionsknüller werden. Ich habe aber Spaß und Kurzweil dabei.

Ganz nebenbei: Eine Sammlung gestempelter Marken kann niemals komplett werden. So kann man immer weiter sammeln.

besonderen Berlin-Unikats habe ich angehängt. Einen Aspekt der Philatelie möchte ich noch besonders gewürdigt wissen: Briefmarken SAMMELN ist ein Hobby, eine Leidenschaft, die einen hohen Eigenwert hat. Philatelie a priori als Instrument zur Wertanlage zu sehen, geht deshalb in die Irre. Es gibt viele hochgeschätzte und teure Hobbies, die a priori keine Wertanlage darstellen, z.B. Reiten, Golf, Kugelschreiber Sammeln. Gleiches sollte man auch der Philatelie zubilligen. Es geht um dem Spaß und die Erfolgserlebnisse, die man bei einem Hobby hat. Wenn Investitionen in ein Hobby "nebenbei" noch etwas nachhaltig sind, was bei der Philatelie der Fall sein kann, so ist das ein schöner Nebeneffekt, aber - zumindest für mich - nicht die Hauptsache. So befasse ich mich z.B. sehr intensiv mit Stempelauswertungen auf Dauermarken - sehr nwahrscheinlich, dass diese Auswertungen einmal ein Auktionsknüller werden. Ich habe aber Spaß und Kurzweil dabei. Ganz nebenbei: Eine Sammlung gestempelter Marken kann niemals komplett werden. So kann man immer weiter sammeln.
Antwort:
Antwort:
Es gibt sicherlich so viele Arten, unser wunderschönes Hobby auszuüben, wie es Sammler gibt - und das auch noch mit regelmäßgen Veränderungen. Man ist einfach auf der Suche nach den Idealen. Toll, und so soll es auch sein.

Und genau so betreibe ich mein "Steckenpferd". Mich interessiert nicht, was irgendwann dabei rauskommt (schon aus bilogischer Sicht, ich sammle das Besondere von möglichst höchster Qualität, nicht irgendwelches Machwerk oder "Abfallpapier". Dafür bezahle ich einen adäquaten Preis, der teilweise über Katalog liegt - und glaube, etwas gekauft zu haben, das diesen Wert auch tatsächlich hat. Suchen oder kaufen Sie mal solche Marken und Sie werden feststellen, dass die nur zum Marktwert zu kriegen, also keine Schnäppchen sind und, dass es in diesem Bereich mehr Kaufwillige als Anbieter gibt.

Sie führen "Hobbys" an, die keine persönlichen, wirtschaftlichen Interessen beinhalten sollen? Z.B. Reiten. OK, es gibt sicher auch da Leute, die sich mit einer "Schindmähre" zufrieden geben. Die Mehrzahl sucht aber doch sicher edlere Pferde, bewilligt entsprechende, nach oben offene Preise, akzeptiert hohe Tierarztkosten, eine ebensolche Stallung und Pflege, Futter - und will sein Tier auch präsentieren (Thema Auto und Anhänger!). Golf. Auch da gibts den Gelegenheitsgolfer, der versucht jegliche Mitgliedsbeiträge zu vermeiden, sein Auto nicht auf den Clubparkplatz stellt. Die meisten aber versuchen doch zu zeigen, was sie haben, was sie können - und das nach Möglichkeit nicht auf einem Provinzplatz und in einem "popeligen" Golfclub. Und selbst Kugelschreiber zu sammeln bietet Qualität und höchste Preise: ein Montblanc-Füllfederhalter für € 750,00, ein "Kuli" für € 500,00 oder ein Drehbleistift für € 600,00 sind da noch die untere Grenze. Vergleiche mit dem Sammeln von Armbanduhren und Oldtimern sind hier angebracht: alles andere als billig.

Wenn (ganz) junge Menschen anfangen Briefmarken zu sammeln, dann tun sie das mit einer tollen Begeisterung, weil Briefmarken (oft) einfach wunderschön sind. Das legt sich und die meisten verlieren die Philatelie wieder aus den Augen.

Die, die weitermachen, entwickeln sich mehr oder weniger und bilden den brodelnden Markt der Philatelie. Jeder sammelt nach seiner Facon. Und die, die Vorteile oder vermehrten Spaß in ihrem Tun entdecken, sollten andere darüber informieren. Es kann ja jeder für sich ganz alleine entcheiden, ob er an dem ach so verurteilten sammlerischen, wirtschaftlichen und zukunftsträchtigen Erfolg teilhaben möchte.

Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.