Briefmarken-Ratgeber
NEU
Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Frage:
Hallo, erstmal muss ich Danke sagen für diese Seite. Sie gibt einem Anfänger oder einem Wiedereinsteiger einen guten Überblick über das Sammelthema. Aber nun mal meine Frage: warum sollte ich Marken mit Ersttagsstempel wegschmeissen? Das ich andere von Ihnen aufgezählte Marken entsorge, sehe ich ein. Ich gehe auch so vor, aber Ersstagsstempel, sind damit auch die Marken aus einem Abo gemeint? Ist das Abo nicht sammelwürdig, oder verstehe ich da jetzt was verkehrt? Bitte erklären Sie mir das, ich bin ein wiedereinsteiger und es hat sich ja doch so einiges geändert in der Sammlerwelt.\r\nAnsonsten weiter so, ich werde immer mal wieder nachschauen ob es was neues gibt.\r\nBis dahin mit freundlichen Grüßen

meine Frage: warum sollte ich Marken mit Ersttagsstempel wegschmeissen? Das ich andere von Ihnen aufgezählte Marken entsorge, sehe ich ein. Ich gehe auch so vor, aber Ersstagsstempel, sind damit auch die Marken aus einem Abo gemeint? Ist das Abo nicht sammelwürdig, oder verstehe ich da jetzt was verkehrt? Bitte erklären Sie mir das, ich bin ein wiedereinsteiger und es hat sich ja doch so einiges geändert in der Sammlerwelt.\r\nAnsonsten weiter so, ich werde immer mal wieder nachschauen ob es was neues gibt.\r\nBis dahin mit freundlichen Grüßen
Antwort:
Nein, wegschmeissen muß man garnichts, denn Gott-sei-dank sind wir völlig frei in der Gestaltung jeglichen Hobbys. Man sollte sich nur im Klaren darüber sein, was man tut. Und dabei ist Tatsache, daß Abonnenments von Neuheiten das spaßfreie Eintüten (sammeln bedeutet auch suchen, also etwas ganz anderes!) teurer, aber sammlerisch wertlos bleibender Massenware ist. Und genau so ist es mit allem speziell für uns Sammler hergestelltem "Karton", also z.B. Schmuck-FDC, ETB und ähnliches mit speziellen Ersttagsstempeln oder denen der Versandstellen: Wir Sammler sollen diesen Schrott für teures Geld kaufen - ohne jegliche Aussicht auf auch nur geringste Wertigkeit. Man sollte also unterscheiden können zwischen solchen nicht sammelwürdigen Stempeln und den am Ausgabetag abgeschlagenenen normeler Postämter, die, das sollte aber unter uns bleiben, von mir mit Begeisterung (aber leider nicht häufigem Erfolg) gesucht werden.
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.