Briefmarken-Ratgeber
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Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Frage: Hallo Herr Luis, hallo Herr Köpfer,
ich sehe den Verlauf der eBay-Auktion so wie Herr Luis: da haben sich eben zwei Sammler gefunden, die nicht nur erkannt haben, dass es sich dort um eine Zähnungsvariante handelt, die anscheinend nicht so oft angeboten wird, als auch bereit waren, dafür einen hohen Betrag auszugeben. Auch bei der Beurteilung der Faktoren, die Herr Schwarz in seinem Katalog angibt, kann ich Herrn Luis nur beipflichten: leider sind sie zur Bestimmung eines Wertes / Preises nicht geeignet. Es ist aber glaube ich ein generelles Problem, dass eine objektive Preisfindung an Grenzen stößt, je spezieller das Sammelgebiet und je seltener die Angebote sind. Ich finde das immer sehr schwierig und ringe mit mir, wie viel ich bei einer Auktion bieten soll. Es gibt allerdings einen Spezialversand von Herrn Brunner, der m.E. eine ebenso große Leistung wie Herr Schwarz erbracht und Angebotslisten erstellt hat, die ich so noch nicht gesehen habe und die schon eher an die aktuellen Preise heran kommen. Zu finden sind diese Listen unter folgender Adresse:
http://bmvbrunner.de/Preislisten-gesamt/1,000000412228,8,1
Da habe zumindest ich ziemlich gestaunt.
Bei anderen Versendern habe ich bis jetzt nur Mondpreise gefunden:-(
Ich habe mal angefangen, mir eine Liste zu den postfrischen Berliner Marken mit Formnummer zu erstellen und die Preise von Herrn Brunner mit denen bei eBay abgleichen zu können. Da gibt es allerdings noch einiges zu tun...
Ja, Herr Köpfer, das Q1-Sammeln sollte sich auf jeden Fall weiter verbreiten, aber es werden sich hoffentlich nicht alle Sammler auf die Formnummern von Berlin stürzen ;-).
Gruß Joachim Brisch

dass es sich dort um eine Zähnungsvariante handelt, die anscheinend nicht so oft angeboten wird, als auch bereit waren, dafür einen hohen Betrag auszugeben. Auch bei der Beurteilung der Faktoren, die Herr Schwarz in seinem Katalog angibt, kann ich Herrn Luis nur beipflichten: leider sind sie zur Bestimmung eines Wertes / Preises nicht geeignet. Es ist aber glaube ich ein generelles Problem, dass eine objektive Preisfindung an Grenzen stößt, je spezieller das Sammelgebiet und je seltener die Angebote sind. Ich finde das immer sehr schwierig und ringe mit mir, wie viel ich bei einer Auktion bieten soll. Es gibt allerdings einen Spezialversand von Herrn Brunner, der m.E. eine ebenso große Leistung wie Herr Schwarz erbracht und Angebotslisten erstellt hat, die ich so noch nicht gesehen habe und die schon eher an die aktuellen Preise heran kommen. Zu finden sind diese Listen unter folgender Adresse: http://bmvbrunner.de/Preislisten-gesamt/1,000000412228,8,1 Da habe zumindest ich ziemlich gestaunt. Bei anderen Versendern habe ich bis jetzt nur Mondpreise gefunden:-( Ich habe mal angefangen, mir eine Liste zu den postfrischen Berliner Marken mit Formnummer zu erstellen und die Preise von Herrn Brunner mit denen bei eBay abgleichen zu können. Da gibt es allerdings noch einiges zu tun... Ja, Herr Köpfer, das Q1-Sammeln sollte sich auf jeden Fall weiter verbreiten, aber es werden sich hoffentlich nicht alle Sammler auf die Formnummern von Berlin stürzen ;-). Gruß Joachim Brisch
Antwort:
Es gibt ja nicht nur die FN, die bei leicht gesteigerter Nachfrage knapp würden, auch all die anderen Spezialitäten sind nur bedingt verfügbar. Aber gerade das wäre ja der zu erreichende und zu vermittelnde Reiz einer anderen, unserer Art zu sammeln. Gönnen wir es unseren Sammelfreunden.
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.