Briefmarken-Ratgeber
NEU
Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Eine von vielen Fragen mit Antwort:
Servus, es sind tolle Hinweise, die Sie da geben (Berlin PA 12 – das wusste ich nicht). Allerdings glaube ich, dass Sie zu sehr das Materielle in den Vordergrund stellen – ich weiss, dass die meisten Sammler Spekulanten waren oder heute noch sind. Dennoch meine ich, dass viele Marken Kunstwerke sind.

Allerdings habe ich auch einen Grundsatz: Marken wurden und werden millionenfach gedruckt. Erst auf einem Brief – mit einem lesbaren Stempel versehen – werden sie zum Unikat.

Ich habe mir auf Delcampe Berliner Marken in ** angesehen, da kann man ab ein paar Cent zuschlagen. Das würde auch das Taschengeld der Jugend nicht strapazieren. Dennoch ist sie schwer zu bewegen, sich mit Marken zu beschäftigen. Vielleicht liegt es an den Vereinen, wo man mitunter hören kann „ich scheiss auf die Jugend“ [in dem Sinne, dass man den Jugendlichen hic & nunc nichts andrehen kann und weil sie bei der Mithilfe bei Ausstellungen nicht eigenständig mobil sind – zumindest bei uns auf dem Land], vielleicht auch daran, dass sich die Erwachsenen nicht mit der Jugend beschäftigen können oder wollen. Die meisten 60plus-Philatelisten sind Computermuffel – da beginnt schon die Crux mit der Verständigung.

Ich selbst habe mit 5 oder 6 Jahren gemeinsam mit meiner Mutter stundenweise Briefmarken abgelöst. Mit 20 war diese Hausse vorbei, und jetzt mit 64 gestalte ich seit drei Jahren Themen mit Hilfe der Philatelie, die mich interessieren [hin und wieder greife ich sogar auf eine Marke aus meiner Jugend zurück]. Darstellen kann man alles, die geistigen Bocksprünge, die ein Betrachter machen muss, kommen nicht immer gut an (auch bei den Philatelisten). Aber es gibt halt auch schlechte Autofahrer J

Wenn Sie die Zeit finden, auf meine Seiten zu blicken, würde mich ein Kommentar freuen…

Mit freundlichen Gruessen

Clemens

http://wirbellose.at/naturphilatelie

ich weiss, dass die meisten Sammler Spekulanten waren oder heute noch sind. Dennoch meine ich, dass viele Marken Kunstwerke sind. Allerdings habe ich auch einen Grundsatz: Marken wurden und werden millionenfach gedruckt. Erst auf einem Brief – mit einem lesbaren Stempel versehen – werden sie zum Unikat. Ich habe mir auf Delcampe Berliner Marken in ** angesehen, da kann man ab ein paar Cent zuschlagen. Das würde auch das Taschengeld der Jugend nicht strapazieren. Dennoch ist sie schwer zu bewegen, sich mit Marken zu beschäftigen. Vielleicht liegt es an den Vereinen, wo man mitunter hören kann „ich scheiss auf die Jugend“ [in dem Sinne, dass man den Jugendlichen hic & nunc nichts andrehen kann und weil sie bei der Mithilfe bei Ausstellungen nicht eigenständig mobil sind – zumindest bei uns auf dem Land], vielleicht auch daran, dass sich die Erwachsenen nicht mit der Jugend beschäftigen können oder wollen. Die meisten 60plus-Philatelisten sind Computermuffel – da beginnt schon die Crux mit der Verständigung. Ich selbst habe mit 5 oder 6 Jahren gemeinsam mit meiner Mutter stundenweise Briefmarken abgelöst. Mit 20 war diese Hausse vorbei, und jetzt mit 64 gestalte ich seit drei Jahren Themen mit Hilfe der Philatelie, die mich interessieren [hin und wieder greife ich sogar auf eine Marke aus meiner Jugend zurück]. Darstellen kann man alles, die geistigen Bocksprünge, die ein Betrachter machen muss, kommen nicht immer gut an (auch bei den Philatelisten). Aber es gibt halt auch schlechte Autofahrer J Wenn Sie die Zeit finden, auf meine Seiten zu blicken, würde mich ein Kommentar freuen… Mit freundlichen Gruessen Clemens http://wirbellose.at/naturphilatelie
Antwort:
Ihr Auftritt gefällt mir, optisch, wie auch inhaltsmäßig. Der Gedanke an "geistige Bocksprünge" aber auch - die gestalterische und inhaltliche Freiheit bleibt darüber hinaus i.ü. unbenommen.

Bei vielen Spezialisierungen, die wohl überwiegend aus langjähriger Beschäftigung mit einer Sache oder Verquickung mehrerer Gebiete entstehen, wird wohl insbesondere persönlicher "Spaß" befriedigt. Legitim, wohl aber eher nur einem kleinen Kreis Wissender erschlossen.

Meine Ausrichtung auf die Philatelie generell scheint irgendwie nicht einfach vermittelbar. Spekulanten versuchen doch, aus kleinem Geld großes zu machen.Billig einkaufen und mit möglichst großem Gewinn wieder veräußern. Millionen Sammler rennen mit dieser Erwartung hinter den betrügerisch manipulierten Katalogbewertungen her. Rattenfänger? Nachdem dieser Traum gegen die Wand gefahren ist, liefern die sogar noch die Ausrede, das "Gesicht nicht zu verlieren": Wir haben doch nur aus Spaß an der Freude gesammelt!

Und was ist daran "materiell", wenn jemand nur allerbeste Qualitäten sammelt, mit guten Preisen honoriert und, logisch, erwartet, diese auch bei einem Verkauf wieder zu ezielen?


Mit dem Argument "kleine Kunstwerke", die sie zweifelsfrei oft sind, wird man die Jugend nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Auch nicht mit billigen Angeboten. Und schon garnicht mit antiquiertem Vereinsleben oder irgendwelchen Themen in Ausstellungsrahmen, die man auch bei bestem Willen nicht so würdigen kann, wie sie es verdient hätten.

Nein, die Philatelie braucht wieder einen gesunden Kern, eine positive Öffentlichkeit. Sie muß Neugierde wecken, muß Visionen erkennen lassen. Vor allem darf sie nicht das Gefühl aufkommen lassen, betrogen zu werden.

Die "Alten", ich gehöre auch dazu, sind die, die die ganzen Manipulationen der Briefmarkenlobby ausbaden müssen. Schränke, oft ganze "Arbeitszimmer" voller wertlosem unveräußerbarem Schrott, der, nicht ganz erst gemeint, mit einem letzten gehässigen Grinsen, der Gattin, die schon immer gegen dieses teure Hobby war, als "Bestrafung" hinterlassen wird.

Aber, geich wie, der Umgang mit Briefmarken ist ein wunderbarer Zeitvertreib: in jungen Jahren, zwischen dem alltäglichen Streß und im Alter!

Grüße aus Freiburg

Günther Köpfer
Der Patient "Briefmarkensammeln" liegt schwerkrank danieder. Einiges deutet auf sein Ende hin. Um ihn herum hat sich der gesamte Clan der "Briefmarkenlobby" versammelt. Man ist entsetzt, nur ganz leise grummelnde Unterhaltung. Wie konnte das in nur 40 Jahren so wahnsinnig schnell passieren? Ganz vereinzelte, sehr zaghafte Vorschläge, man solle vielleicht doch einen Arzt hinzuziehen, werden mit einem ebenso leisen, jedoch sehr bestimmtem "das wird doch viel zu teuer" abgeschmettert. Im Übrigen wissen wir doch selbst woran er erkrankt ist. Nochmalige vereinzelte Versuche: "ja, aber, wenn er stirbt, sind wir wirtschaftlich am Ende"! Pessimisten, Schwarzseher! Wenn er überlebt, ist es auch nicht anders - nein wir müssen hoffen, daß er wieder gesund und jung wird und das alles so hinkriegen, daß alles beim Alten bleibt, wir unsere, zugegeben, nicht ganz lauteren, jedoch einträglichen Geschäfte weiter betreiben können. Also laßt uns weiter überlegen - und abwarten - und ein paar von uns sollten immer an seinem Bett bleiben und klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und beten, klagen, hoffen und bet ......
Ja, es ist ja auch wirklich zu schön, wenn man "seine" Käuferschicht, die der jungen, der Spaß-Sammler, so weit hat, daß sie jeden Mist, sei er noch so teuer, sei er noch so unsinnig, unterstützt mit ein paar unsinnigen Werbeslogans, einfach kauft.
Dieser Markt ist wirklich durch und durch krank. Da werden täglich unzählige Male Unwissenheit, Vertrauen und Begeisterung junger und oft auch älterer Menschen einfach mißbraucht und enttäuscht. Motto bei alledem: kommt einer dahinter, dann gibt er eben auf. Na und? Neue kommen doch nach.
Mit dem "Briefmarken-Ratgeber" möchte ich die Basis schaffen, alle Bereiche zu durchleuchten, alles Negative anzuprangern, nach Möglichkeit alle Tricks zu erkennen und zu besprechen. Dazu können, nein, sollten Sie alle beitragen. Beobachten Sie kritisch und melden Sie was Ihnen auffällt.
Der kritische Sammler wird aber auch selbst Positives leben, erleben und entdecken. Und gerade das ist von größtem Interesse und alle sollten es erfahren.
Seien Sie egoistisch: Helfen Sie den Sammlern!
Denken Sie mal über ein zugegeben äußerst einfaches Beispiel nach: von etwas Sammelwürdigem gibt es 1.000 Stück - und 50 Sammler. Klar, sagt da jeder, das ist ein nichts wert, ein billiger Sammelgegenstand. Jetzt sammeln aber 500, der Ein oder Andere hat den Sammelgegenstand 2- oder 3fach, eventuell in unterschiedlichen Varianten, die Nachfrage ist also größer als das Angebot. Die Preise steigen stark. Das macht andere aufmerksam, es kommen weitere Sammler hinzu, die Nachfrage kann nicht mehr gestillt werden, die Preise explodieren.
Nein, das ist nicht die zwangsläufige Entwicklung allen Strebens, aber auch Zwischenstufen machen Spaß. Konzentrieren wir uns also auf Entwicklungsfähiges.
Bei alledem braucht es aber auch und besonders "Wissen", eine weitere wichtige Aufgabe des "Briefmarken-Ratgeber", die, so glaube ich, ideal ergänzt wird durch unser Forum.
Ich kann mir auch vorstellen, daß die kostenlosen Kleinanzeigen, die ausschließlich auf unsere Hobby ausgerichtet sind und die Bereiche kaufen, tauschen und suchen umfassen, helfen werden, Qualität darzustellen und marktgerechte Preise zu gestalten.
In den meisten Bereichen braucht man das Rad jedoch nicht neu erfinden, da gibt es schon hervorragende Erkenntnisse, die wir alle nutzen sollten. Nur die Auswüchse sollten erkannt und ausgemerzt werden, damit unser Hobby wieder in seiner ganzen Breite Spaß macht.